Gemeinsam mit den Johannitern sowie zwei lokalen Partnerorganisationen verteilt der ASB derzeit Hilfsgüter im nepalesischen Sindhupalchowk.

HO Nepal 01Geduldig warten die Bewohner der Gemeinde Last Resort in Nepal auf das Abladen und Verteilen der Hilfsgüter (Foto: ASB/E. Bojadzic)

„Im Dorf Hare im Distrikt Sindhupalchowk sind alle Häuser in sich zusammengefallen. Und trotzdem sind die Menschen hier gastfreundlich und bereiten uns einen so warmen Empfang, als wären wir Verwandte“, berichtet ASB-Nothilfeexperte Elmir Bojadzic. „An solchen Tagen tut es besonders gut, zum ASB zu gehören und zu wissen: Wir helfen hier und jetzt.“

 HO Nepal 02 Die Freude der Menschen über die Hilfe ist groß (Foto: ASB/A. Schmidt)

Viele Dörfer können nur durch Fußmärsche erreicht werden. Auf dem Weg in Richtung tibetische Grenze verlassen die Helfer von ASB und Johannitern immer wieder die Straße, laufen zu Fuß in die Berge um Nahrung, Decken und Planen an hunderte Familien zu verteilen. „In den Dörfern herrscht eine teils große Zerstörung, die Suche und Bergung von Erdbebenopfern dauert an“, berichtet Axel Schmidt.

HO Nepal 06Bei einer improvosierten Besprechung mit den Mitarbeitern der lokalen Partnerorganisation werden die Details für die nächste Verteilung festgelegt (Foto: ASB/E. Bojadzic)

HO Nepal 04Vor allem in den abgelegenen Bergregionen brauchen viele Familien dringend Hilfe. Dieser Vater ist mit seinen Kindern ins Tal hinabgestiegen, um bei der Verteilung von ASB und Johannitern Decken, Planen und Nahrungsmittel zu bekommen (Foto: ASB/A. Schmidt).

 

Darüber hinaus wird am Freitag das vorbereitete „Emergency Health Kit“ versandt und in Kathmandu von den Kollegen der Johanniter übernommen und verteilt. Mit dem Emergency Health Kit können 10.000 Menschen drei Monate lang medizinisch versorgt werden.

HO Nepal 10Die Mitarbeiter der einheimmischen Partnerorganisation diskutieren mit einigen Bewohnern über mögliche Zugangswege zu weiteren Dörfern (Foto: ASB/A. Schmidt).

HO Nepal 11Im Distrikt Sindhupolchowk sind die Zerstörungen besonders groß. In vielen Dörfern sind die Häuser sehr stark zerstört (Foto: ASB/E. Bojadzic).


Am Freitag, den 8. Mai wurden Axel Schmidt und Elmir Bojadzic von zwei ASB-Kollegen abgelöst. Alexander Mauz vom ASB-Bundesverband in Köln und Ivan Marin vom ASB-Länderbüro Balkan übernahmen die weitere Koordinierung der Hilfsmaßnahmen vor Ort. Gemeinsam mit lokalen und internationalen Partnern bereiten sie Verteilungsmaßnahmen vor und setzen sie um, identifizieren weitere potenzielle lokale Partner und bereiten ein längerfristiges Engagement des ASB im Bereich Nothilfe und Wiederaufbau vor. Geplant ist in diesem Zusammenhang auch die Entsendung eines Nothilfekoordinators, der über einen Zeitraum von zunächst zwölf Monaten die mittel- und langfristigen Hilfsmaßnahmen des ASB in Nepal regeln soll.

Quelle Text und Bilder: ASB