Die vier Hilfsorganisationen schlagen Alarm: Immer mehr Rettungssanitäter und Rettungsassistenten sind immer häufiger und länger krank. Ist die Patientenversorgung damit in Gefahr?

Die Arbeit im Rettungsdienst ist nicht nur körperlich belastend – Kollegen mit Bandscheibenvorfällen, Herzinfarkten und posttraumatischem Belastungssyndrom oder andere psychische Belastungen nach schweren Einsätzen sind keine seltenen Diagnosen.

REP Mit60 01

Extremsituationen wie Verkehrsunfälle mit schweren Verletzten führen zu psychischen und physischen Beschwerden und Krankheiten bei Rettern.

Deshalb fordern jetzt die Hilfsorganisationen für diese Berufsgruppe die abschlagfreie Rente mit 60.

Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes Baden-Württemberg, Lorenz Menz, bestätigte jüngst in einem Fernsehbeitrag, dass ein großer Teil der älteren Frauen und Männer in der Notfallrettung mit 60 Jahren ausgepowert sei und man diesem Rechnung tragen müsse.

REP Waldbrand 04Foto: Dominik Pöpping

Am 8. August 1975, einem Freitag, heulten um 13.25 Uhr im Land- kreis Gifhorn die Sirenen. Als die örtlichen Feuerwehren sich auf den Weg zu dem im Grußendorfer Moor gemeldeten Waldbrand machten, ahnte noch niemand, dass dieser Brand erst der Anfang einer nie da gewesenen Serie von Katastrophenbränden in Niedersachsen sein sollte.
Im August diesen Jahres jährt sich die Waldbrandkatastrophe in Niedersachsen zum 40. Mal. Das Ausmaß der Katastrophe, die in den Landkreisen Gifhorn, Celle und Lüchow-Dannenberg insgesamt 8.000 Hektar Wald-, Moor- und Heideland vernichtete, war bis zu diesen Tagen im August 1975 unerreicht.

Einsätze von Feuerwehren und Rettungsdiensten im Bereich von Bahnanlagen und in Bahnhöfen unterscheiden sich in ihrem Ablauf im alltäglichen Bereich aufgrund der Besonderheiten im Bahnbetrieb. Schwerfällige Anfahrten zum Einsatzort, die Gefährdung durch den Zugverkehr und Gefahren durch Spannungen aus der Oberleitung – Einsätze im Bereich der Eisenbahnen stellen Rettungsdienste und Feuerwehren vor besondere Herausforderungen.
Anders als im Straßenverkehr sind Einsatzkräfte mit den Besonderheiten des Eisenbahnverkehrs in der Regel nicht vertraut, da der Verkehrsträger „Eisen- bahn“ als System unbekannt ist. Mit diesem Beitrag wollen wir darstellen, was beim Einsatz im Bereich der Bahn alles zu berücksichtigen ist.
Die Deutsche Bahn AG hat bereits nach dem Allgemeinen Eisenbahngesetz umfassende Mitwirkungspflichten im Bereich der Notfallplanung und Vorhaltung. Die Deutsche Bahn kommt diesem gesetzlichen Auftrag nach, in dem sie ein konzernübergreifendes Notfallmanagement betreibt und dabei auch den vor- beugenden Brandschutz berücksichtigt.
Nachdem aufgrund der Privatisierung im Jahre 1994 die Bahn ihre eigene Organisation aufgeben musste und die Zuständigkeit des Brandschutzes und Rettungsdienstes in die Hoheit der Bundesländer übergegangen ist, hat die Deutsche Bahn zur Unterstützung der Einsatzkräfte ein Notfallmanagement aufgebaut, welches im Notfall den Rettungsdienst und die Feuerwehr unterstützt.

REP Notfallmanagement 01Besonders auf den Strecken der Fernbahn erreichen Züge wie der ICE hohe
Geschwindigkeiten und stellen für Einsatzkräfte ein Gefahrenpotential dar.


Notfallmanager zur Unterstützung

Es ist mittwochmorgens um halb neun in Bremerhaven. Eine elfköpfige Gruppe zieht sich die Überlebensanzüge an und bereitet sich auf das Eintauchen in das Wasser vor. Eine Situation, die sich täglich auf der Nordsee ergeben kann. Doch heute sind wir nicht auf See sondern an Land. Hier am Handelshafen betreibt die Falck Safety Service seit 2011 ein Trainingszentrum für Offshore und die maritime Industrie.
Doch die Gruppe muss heute nicht in die sicherlich noch kalte Nordsee springen, sondern lediglich in ein 3,60 Meter tiefes Trainingsbecken. Die Übungen sind Bestandteil des Kurses „GWO Sea Survival“, der unter Anleitung der Ausbilder Heiko Achtmann und Janine Marquardt erfolgt.

REP FalckSafety 05Direkt am Handelshafen und Kaizugang findet man Falck Safety Service in Bremerhaven mit den Trainingsmöglichkeiten für Windenergie, Öl und Gas sowie maritime Industrie.
Die Teilnehmer sind alle ausschließlich beruflich auf See tätig und arbeiten in der Offshore-Windenergieindustrie oder sind einen längeren Zeitraum ohne eine maritime Ausbildung auf einem Seeschiff tätig. In diesem zweitägigen Lehrgang sollen sie theoretisch und praktisch für Notfälle auf der See vorbereitet werden. Am ersten Tag wurden im theoretischem Unterricht die Verhaltensweisen bei Notfällen auf See, die Evakuierung auf Schi  en sowie die Überlebenstechniken im Wasser vermittelt.

Kalium und Magnesium gehören zu den wichtigen Mineralien, ohne die es kein Leben auf der Erde geben würde. Die K+S Kali GmbH baut diese wertvollen Salze tief unter der Erde ab und verarbeitet sie zu einer Vielzahl von Produkten wie Düngemittel, Pharmasalze, Salze zur Nahrungsergänzung für Menschen und Tiere oder Industrieprodukte. Eines dieser Abbaugebiete befindet sich im hessischen Ort Heringen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. In der Verbundgrube Hattorf-Wintershall wird seit mehr als 100 Jahren Salz abgebaut. Die Vorkommen sind noch so umfangreich, dass ein Ende nicht absehbar ist.

Von außen lässt das Bergwerk die Größe unterirdisch nicht erkennen. Unter dem Förderturm erstreckt sich ein Stollensystem in der Fläche vergleichbar der Landeshauptstadt München.Von außen lässt das Bergwerk die Größe unterirdisch nicht erkennen. Unter dem Förderturm erstreckt sich ein Stollensystem in der Fläche vergleichbar der Landeshauptstadt München.

Auch unter Tage müssen genauso Vorkehrungen für den Brandschutz und die medizinische Hilfe sichergestellt sein. Das die Arbeitsbedingungen besondere sind, zeigt schon der Name. Die Feuerwehr heißt nämlich Grubenwehr. Für die Sicherheit in dem Bergwerk ist Dieter Wendrich zuständig.

Seit 1999 ist der Elektroingenieur Grubenwehroberführer und damit Leiter des Grubenrettungswesens. Über Tage sieht sein Einsatzgebiet recht anschaulich aus. Auf dem Weg zur Grube Heringen kommt man durch idyllische Täler und wird erst kurz vor dem Ziel auf das Werk mit seinem Förderturm aufmerksam.

Einsatzgebiet 1.000 Meter unter der Erde und so groß wie München