Unterföhring ist eine Gemeinde mit rund 10.000 Einwohnern im oberbayerischen Landkreis München und liegt am nordöstlichen Stadtrand Münchens. Unterföhring ist einer der wichtigsten Medienstandorte Deutschlands.
Nördlich der Gemeinde Unterföhring befindet sich seit 1992 der neue Flughafen München im Erdinger Moos. Mit 41 Millionen Passagieren gehört der Flughafen zu den größten Luftfahrt-Drehkreuzen in Europa.
Um den neuen Flughafen damals an das Schienennetz anzubinden, wurde beschlossen, die S-Bahn-Strecke von Ismaning dorthin zu verlängern. Den Flughafen München und das Zentrum der Landeshauptstadt München verbindet u.a. die S-Bahn-Linie 8. Mit einer Reisezeit von 42 Minuten erreichen Fluggäste die Terminals oder umgekehrt den Hauptbahnhof in der Innenstadt. Die Linie fährt rund um die Uhr und tagsüber jeweils alle 20 Minuten.
Die ursprünglichen Planungen des Neubaus gingen von einer oberirdischen Strecke aus. Viele Gemeinden forderten dagegen einen Tunnel im Bereich der Wohngebiete. Während der Streckenabschnitt in Unterföhring noch einspurig blieb, erfolgte 2005 ein zweigleisiger Ausbau und auch hier wurde der Bahnhof mit dem Tunnel unterirdisch gebaut. Einen großen Teil der Mehrkosten gegenüber der oberirdischen Variante übernahm die Gemeinde Unterföhring.

REP Unterföhring 14 REP Unterföhring 01 REP Unterföhring 02
Qualm dringt aus dem Tunnel auf dem Bahnsteig hervor. Sowohl Feuerwehr als auch der Rettungsdienst haben mit den Einsatzleitwagen ihre Führungsstrukturen aufgebaut. Hier werden gerade in der Führungsebene das weitere Vorgehen besprochen. Auf dem Bahnhofsvorplatz übernimmt eine Rettungswagenbesatzung des MKT einen Patienten aus der Patientenablage.

Arbeitsunfall mit Feuer als Ausgangslage einer Übung

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Windräder, sogenannte Windenergieanlagen, stark angestiegen. Ende 2014 standen in Deutschland insgesamt 24.867 Anlagen. Damit hat sich die installierte Leistung der Windenergieanlagen seit 2001 mehr als verfünffacht. Dieser Wachstumstrend hält weiterhin an. Als Ausbauziel der Energiestrategie sollen 20% des Strombedarfs bis zum Jahr 2020 aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Die große Zahl bestehender Windenergieanlagen stellt ein großes Gefahrenpotential dar, bei dem Feuerwehren vielerorts Unsicherheiten über die richtige Einsatztaktik und drohende Gefahren haben.

REP Windrad 05
Knapp 25.000 Windenergieanlagen sind in den letzten Jahren im Bundesgebiet gebaut worden und stellen ein neues Einsatzspektrum für Feuerwehren da.

Grundsätzlich ist in der Regel von zwei feuerwehrrelevanten Notfallarten auszugehen. Zum einen können die Windenergieanlagen aufgrund von Blitzeinschlägen oder technischen Defekten in Brand geraten, zum anderen ist eine Vielzahl von technischen Hilfeleistungsarten möglich. Zum letzteren zählt beispielsweise auch die Unterstützung des Rettungsdienstes bei der Versorgung von erkranktem oder verletztem Montage- oder Wartungspersonal.

Einsatzvorbereitung

Kommt es zu einem Einsatz an einer Windenergieanlage, stehen die alarmierten Kräfte und Mittel von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei schon bei der Anfahrt vor den ersten Problemen. Schnell muss geklärt sein, welche Windenergieanlage betroffen ist und welcher geeignete Anfahrtsweg zum Einsatzort führt. Die Feuerwehren verfügen üblicherweise wegen ihrer, gegenüber den anderen Hilfsorganisationen und der Polizei, großen Anzahl und relativ hohen Dichte in der Fläche über gut ausgeprägte Orts- und Flurkenntnisse. Dieser Vorteil muss durch Feuerwehren mit Windenergieanlagen in ihren Zuständigkeitsbereichen gezielt genutzt und den Regionalleitstellen zugänglich gemacht werden.

10.000 mehr Leben durch Ersthelfer retten


Für die Versorgung von Patienten mit Kreislaufstillstand wurden am 19. Oktober die neuen Leitlinien zur kardiopulmonalen Reanimation veröffentlicht und stehen ab sofort allen beteiligten Rettungsfachkräften in der Notfallmedizin zur Verfügung. Sie wurden vom European Resuscitation Council (ERC) erstellt und sind auch in deutscher Sprache erhältlich. Während zentrale Aussagen zur Durchführung einer Reanimation im Wesentlichen beibehalten wurden, haben sich im Vergleich zu den Leitlinien aus dem Jahr 2010 viele Bewertungen und Details geändert. Der entscheidende Weg zu größerem Erfolg und zu mehr Überleben führt über mehr ausgebildete Ersthelfer, intelligente Alarmierungssysteme und eine deutliche Zunahme der Laienreanimation. Großer Wert wird auf die Telefonreanimation, also die Möglichkeiten des Leitstellendisponenten für Diagnose und Ersthelferreanimation, gelegt. Ein besonderes Projekt ist auch die Schülerausbildung, für die der Deutsche Rat für Wiederbelebung (GRC) ein Konzept erstellt hat. Die deutsche Übersetzung kann auf der Homepage des GRC unter www.grc-org.de/leitlinien bestellt bzw. heruntergeladen werden.

REP Reanimation 04
Zukünftig sollen Schüler auch während des Unterrichts umfassender in der Wiederbelebung unterreitet werden. (Foto: ASB)

In Deutschland sind der plötzliche Herztod und der Kreislaufstillstand anderer Ursache für mehr als 100.000 unerwartete Todesfälle pro Jahr verantwortlich. Es handelt sich somit um die dritthäufigste Todesursache, nach bösartigen Neuerkrankungen und Herzkreislauferkrankungen anderer Genese. „Ein Zustand, der deutlich verbessert werden könnte“, so Professor Bernd W. Böttiger, Vorsitzender des an der Übersetzung der Leitlinien beteiligten Deutschen Rates für Wiederbelebung (GRC) und Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin der Universitätsklinik Köln. Die aktuellen Leitlinien zur Reanimation bringen wichtige neue Impulse und zeigen den Weg.

Die Flüchtlingskrise in Europa nimmt immer dramatischere Züge an. Hunderttausende verzweifelte Menschen fliehen unter oft katastrophalen Bedingungen, ein großer Teil von ihnen will nach Deutschland.

Insgesamt wird in diesem Jahr mit rund 800.000 Flüchtlingen gerechnet. Das sind viermal so viele wie im vergangenen Jahr aufgenommen wurden und immerhin noch doppelt so viele, wie vor dreiundzwanzig Jahren als bisherige Höchstzahl in Deutschland aufgenommen wurden.

Alleine in Niedersachsen hat das Land an mehr als 20 Standorten bereits fast 10.000 Notunterkunftsplätze geschaffen. „Die Flüchtlingsströme reißen aber nicht ab, es kommen täglich ca. 700 neue Flüchtlinge nach Niedersachsen, darum müssen wir weitere Kapazitäten schaffen“, so Staatssekretär Stephan Manke aus dem Innenministerium in Hannover. In nicht einmal drei Wochen hat Niedersachsen zuletzt mehr als 13.000 Flüchtlinge aufgenommen. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2013 haben in Niedersachsen nur rund 12.000 Flüchtlinge Asyl beantragt. „Alleine diese Zahlen zeigen, was für eine Aufgabe das ist und das bestimmte Schritte einfach notwendig sind, um diese riesigen Herausforderungen zu bewältigen“. In normalen Zeiten werden Asylbewerber in den Erstaufnahmeeinrichtungen der Bundesländer aufgenommen und anschließend über einen Schlüssel an die einzelnen Kommunen verteilt. Diese sorgen sich dann um die entsprechende Unterbringung. Im Laufe der Zeit wird dann über den Asylantrag, den Aufenthaltsstatus und damit auch über das Bleiberecht in Deutschland von den Behörden entschieden.

REP Fluechtlinge 01 REP Fluechtlinge 02

In Celle-Scheuen wurde von den Maltesern eine Zeltstadt für Flüchtlinge aufgebaut.

Viele Flüchtlinge kommen mit der Bahn in Deutschland an. Am Hamburger Hauptbahnhof hat die Regionalgruppe von Falck Deutschland einen medizinischen Stützpunkt errichtet.

Bis zum Sommer standen hierfür überall noch ausreichende Unterkunftsmöglichkeiten zur Verfügung. Doch dann wurde die Politik von der sich verändernden Lage überrascht.

Unter dem Namen „Team Fritz“ haben diesen Sommer zwei Hamburger Ingenieure an einer internationalen Wohltätigkeitsrallye teilgenommen. Dabei haben Sie über 15.000 Euro Spenden gesammelt, um die Rettungsdienste in ihrem Zielland, der Mongolei, zu unterstützen.

Mit dem Auto in die Mongolei. Viele in unserem Freundeskreis halten uns für verrückt. 20 000 km über die schlechtesten Straßen der Welt. Hätten wir nicht mal einen normalen Urlaub machen können?

REP TeamFritz 13  REP TeamFritz 10
In London startet traditionell die Rallye. Mehrere hundert Teams fahren von hier aus auf dem Landweg in die Mongolei. Weite Steppen prägen das Bild in vielen der durchquerten Länder.

Nur sechs Monate zuvor hatten wir uns zu dieser Expedition entschlossen. Zwei Hamburger Ingenieure. Wir hatten gemeinsam bereits einige ausgefallene Überlandtouren absolviert. Diese Fahrt, über die Hälfte der Erdoberfläche, sollte jedoch alles Bisherige in den Schatten stellen.